Neue Lawinensprenganlage am Steinbergkogel
Die örtliche Lawinenkommission unternahm kürzlich einen Lokalaugenschein im Bereich Steinbergkogel. Grund hiefür war die geplante Neuerrichtung einer sogenannten „Gas-ex-Lawinensprenganlage" sowie weitere Sicherungsmaßnahmen in diesem Bereich. Nachstehend ein Auszug aus dem Bericht von Kommissionsleiter Ing. Alois Haselwanter:
Die neue Lawinensprenganlage wurde im Zuge des Neubaues der 8er-Sesselbahn Steinbergkogel als wesentlicher Bestandteil des Projektes genehmigt. Die Situierung der einzelnen Sprengpunkte wurde bei einer gemeinsamen Befahrung der dafür zuständigen Kommissionsmitglieder einvernehmlich festgelegt, alle Punkte wurden mittel GPS eingemessen. Insgesamt handelt es sich dabei um 11 Auslösestellen im Bereich Jufen (Zimmermannrinne), Steinbergkogel (Nordhänge) und Steinbergkogel (Sedlboden), an denen die Gas-ex-Rohre letztlich anzubringen sein werden. Auf Grund der bei der Besichtigung vorherrschenden Schneelage war die Möglichkeit der Beurteilung insoferne ideal, als genaue Abrisskanten und Gelände-
unebenheiten ebenso leicht ersichtlich waren wie der Wechsel der unterschiedlichen Schneehöhen in den verschiedenen Hangbereichen. Aus diesem Grunde wurden auch drei der elf Sprengpunkte nochmals geringfügig um einige Meter korrigiert.
Dabei wurde festgestellt, dass in den oberen Hangbereichen der Steinbergkogelrinnen trotz laufend durchgeführter Sprengungen nicht unerheblich lockerer Schnee (über 1 Meter) anzutreffen war, was eindeutig darauf schließen lässt, dass die Situierung der alten Sprengbahn nicht den notwendigen Anforderungen entspricht und auch nie entsprochen hat.
Durch eine genaue Situierung der Auslöserohre der Gas-ex-anlage kann dieses Manko endlich beseitigt und eine seriöse, zeitgemäße Beseitigung der Lawinengefahr für die Skiabfahrten erst garantiert werden. Auch sind dann keine zeitlichen Verzögerungen mehr für den Skibetrieb durch längere Sperren auf Grund der Kommissionsarbeit zu erwarten. Im Zweifelsfalle bei nicht erfolgreicher Auslösung müssten die betroffenen Pisten, die neue 8SBahn und die Jufenbahn auch für längere Zeit gesperrt bleiben.
Der Sprengmittelbunker am Steinbergkogelgrat muss unbedingt erneuert werden, da er in keinster Weise mehr den heutigen Sicherheitsbestimmungen entspricht (fehlende Dichtheit, mangelnde Überdeckung).
Die von der Lawinenkommission zu sichernde Hauptpiste ist in diesem Bereich die Gries-
alm. Die Lawinensicherheit kann nur durch eine fachgemäße Sprengarbeit nach erfolgter Beurteilung gewährleistet werden. Nur nach Erledigung dieser Maßnahmen kann daher auch weiterhin eine seriöse und den heutigen Bestimmungen entsprechende Beurteilung und Sicherungsarbeit im Bereich Steinbergkogel durch die Lawinenkommission durchgeführt werden.