Kraftwerk Ehrenbach wird erweitert
Mehr Eigenstromproduktion durch neuen Speicher im Ehrenbachgraben
Bürgermeister Dr. Klaus Winkler, Vize-Bgm. Gerhard Eilenberger und Stadtwerke-Techniker Hans Grandner (v.re.) mit einem Turbinenlaufrad im Kraftwerk Ehrenbach.
Die Kitzbüheler Stadtwerke können ihren Stromkunden einen äußerst günstigen Tarif anbieten. Mit ein Grund für den niedrigen Preis ist unter anderem, dass die Stadtwerke Strom auch selbst produzieren. Durch eigene Kraftwerke können derzeit rund fünf Prozent des Gesamtbedarfs an Strom in Kitzbühel abgedeckt werden. Wobei der Großteil des produzierten Stroms vom Kraftwerk Ehrenbach stammt.
Seit Längerem laufen Planungen, das bestehende Kraftwerk zu erweitern. Als wirtschaftlich günstigste Variante hat sich dabei die Errichtung eines geschlossenen Speichers im Oberlauf des Ehrenbaches herausgestellt. Der 4.000 m3 fassende Speicher wird im Bereich der Talstation des Ehrenbachhöheliftes errichtet.
Ein behördliches Vorprüfungsverfahren ergab bereits einen positiven Bescheid, womit die wasser- und naturschutzrechtlichen Bewilligungen vorliegen. Das Einreichprojekt wird in den nächsten Monaten fertiggestellt, der Baubeginn ist für Frühjahr 2011 anvisiert.
Die erzielbare Leistung durch die neue Oberstufe wird 580 KW Turbinenleistung oder 1 Mio KW/h Strom betragen, was einem Jahres-Strombedarf von rund 300 Haushalten entspricht. Durch Synergieeffekte mit der bestehenden Unterstufe kann sich die Leistung sogar auf 1,5 Mio KW/h erhöhen. Die derzeitige Leistung des Kraftwerks Ehrenbach beträgt rund 3 Mio KW/h.
Durch die neue Oberstufe lässt sich eine Erhöhung der Eigenproduktion auf rund 7 bis 8 Prozent des Gesamtstrombedarfs in Kitzbühel erzielen.