Neubau Musikschule und Sanierung Hauptschule

Die neue Musikschule wird an die Hauptschule angebaut, beide Schulen erhalten einen neugestalteten zentralen Eingang.
Um 15,8 Millionen Euro wird in der Stadt Kitzbühel in einem Gemeinschaftsprojekt eine neue Landesmusikschule errichtet und die Hauptschule saniert. Weitere 1,7 Millionen Euro kostet die Erweiterung des Kindergartens.
In der Sitzung des Kitzbüheler Gemeinderates vom Mittwoch, 22. Mai 2013 wurden mehrere Meilensteine in den Bereichen Schule sowie Kinderbetreuung gesetzt. Durch die zukünftige Erweiterung der Bezirkshauptmannschaft Kitzbühel auf das Gebäude des Marienheimes, wo bislang ein Kindergarten sowie die Landesmusikschule Kitzbühel und Umgebung untergebracht ist, musste ein völlig neues Schul- und Kinderbetreuungskonzept ausgearbeitet werden. Nach einer rund einjährigen Planungs- und Vorbereitungszeit konnte jetzt das neue Konzept präsentiert werden.
Die zwei Kindergartengruppen des Marienheims übersiedeln in den bestehenden Kindergarten im Voglfeld. Dieser wird während der Sommermonate ausgebaut und gleichzeitig für die neuesten Richtlinien adaptiert. „Wir haben jetzt alle Kinder unter einem gemeinsamen Dach, mit dem neu adaptierten Gebäude können wir einen Meilenstein in der Kinderbetreuung in Kitzbühel setzen“, zeigte sich Kindergartenreferentin Stadträtin Mag. Ellen Sieberer anlässlich der Präsentation im Gemeinderat erfreut. Die Kosten belaufen sich auf brutto 1,7 Millionen Euro, wobei vom Land Tirol bereits 250.000,- Euro an Förderungen zugesagt wurden.
Ein weit größeres Projekt wird nur einen Steinwurf entfernt umgesetzt und es werden dabei zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. „Die 44 Jahre alte Hauptschule muss dringend saniert werden“, erklärte Schulreferent Walter Zimmermann. Daher habe man sich entschlossen, die neue Musikschule direkt bei der Hauptschule anzubauen. Das vor rund einem Jahr bei einem Architektenwettbewerb auserkorene Projekt wird in den nächsten zwei Jahren sukzessive umgesetzt. Die brutto Gesamtkosten betragen für dieses ehrgeizige Projekt rund 15,8 Millionen Euro. Abzüglich der Anteile der Sprengelgemeinden Aurach, Reith und Jochberg sowie diverser Förderungen verbleibt alleine für die Stadt Kitzbühel die stolze Summe von rund 9,1 Millionen Euro. 4 Millionen können mit Eigenmitteln bedient werden, der Rest wird fremdfinanziert. „Die Stadt Kitzbühel hat in den letzten Jahren sehr gut gewirtschaftet, daher werden wir diese enorme finanzielle Belastung auch stemmen können“, unterstrich Bürgermeister Dr. Klaus Winkler die Finanzkraft der Stadt Kitzbühel. Dies zeigte sich auch bei der in der Gemeinderatssitzung präsentierten Jahresrechnung vom Jahr 2012. „Wir konnten allein im letzten Jahr die Schulden von 10,2 auf 8,2 Millionen senken. Unser Verschuldungsgrad hat einen historischen Tiefststand von 14,57 %“, erklärte Bürgermeister Dr. Winkler.
Mit den Umbaumaßnahmen bei der Hauptschule wird bereits Ende Juni begonnen, die Schüler haben daher ausnahmsweise eine Woche früher Ferienbeginn.
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