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Walde allgemein


Alfons Walde (1891 - 1958)

Walde Selbstbildnis Alfons Walde wurde1891 als Sohn des Lehrers Franz Walde in Oberndorf bei Kitzbühel geboren. Seine entscheidende Prägung als Künstler hat Alfons Walde während seines Architekturstudiums 1910 - 1914 in Wien erfahren. Wie viele Künstler seiner Zeit, sieht sich Walde zunächst mit dem Werk Klimts konfrontiert. Darauf weist der flächig-dekorative Stil vieler seiner frühen Bilder. Etwas später datiert seine Auseinandersetzung mit Schiele.
 
Für seine Entwicklung zum eigenständigen Künstler schon in dieser frühen Zeit spricht indessen die Bevorzugung von Motiven aus dem Umkreis seiner Kitzbüheler Heimat. In den letzten beiden Wiener Jahren vor dem ersten Weltkrieg entstanden zahlreiche kleinformatige Kartonbilder, in denen Walde Bauer und Bürger an Sonn- und Feiertagen, nach dem Kirchgang und Einheimische wie Gäste beim Sport darstellt. Sie zeugen von der Lebensfreude und Volkstümlichkeit des ländlichen Raumes, die sich in ihrer Aussage von der experimentierfreudigen, die Katastrophe des Krieges gleichsam vorausahnenden Kunst der Großstadt deutlich abheben.
 
Bild: Aufstieg der SchifahrerNach dem ersten Weltkrieg, in dem er bei den Kaiserschützen diente, entscheidet sich Walde gegen die Fortsetzung des Architekturstudiums in Wien und kehrt endgültig nach Kitzbühel zurück. Die zwanziger und dreißiger Jahre sollten seine fruchtbarste Schaffensperiode werden. Populär wurden insbesonders seine Winterlandschaften und die Motive aus der frühen Zeit des Kitzbüheler Wintersports. Walde konnte hier auf eigene Erfahrung zurückgreifen .
Auf persönliche Erfahrung geht wohl auch Waldes meisterhafte Behandlung des Schnees zurück. Im Wechselspiel zwischen Licht und Schatten dem Betrachter geradezu plastisch entgegen tretend wird ihm hier eine sonst kaum erreichte Eigenwertigkeit zu Teil.
Bild: Rast am Pengelstein
Als Architekt trug Walde im Kitzbühel der Zwischenkriegszeit gemeinsam mit so renomierten Vertretern der Zunft wie bspw. Lois Welzenbacher oder Helmut von Wagner-Freynsheim zur Ausbildung des sogenannten Heimatstils bei. Der Architekt Walde blieb aber im Schatten des Malers, dessen Werk heute internationale Anerkennung findet.