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Bezirks-Feuerwehrverband Kitzbühel

Der Bezirks-Feuerwehrverband Kitzbühel stellt sich vor
Zur Geschichte: „Pey dem Wachter auf dem Turm“ seien neue Glasscheiben eingesetzt worden, wird in Kitzbühel in der Gemeindechronik bereits im Jahre 1437 urkundlich erwähnt und damit offiziell bestätigt, dass auch hier ein Wächter auf dem Stadtturm war, der die Bewohner bei Feuersgefahr zu alarmieren hatte. Dieser Feuerwachdienst wurde bis 1875 aufrecht erhalten. Die Brandchronik des Bezirkes ist reich an Ereignissen und Katastrophen und ein Mitbeweis, wie notwendig es war, der Feuersgefahr mit gut organisierten Wehren gegenüberzutreten. Beispielsweise brannten 1565 in der Stadt Kitzbühel 61 Häuser nieder. Nach einer Reihe größerer und kleinerer Brandfälle kam es 1871 wieder zu einem Großbrand in Kitzbühel, worauf man ein Jahr später zur Gründung einer eigenen Wehr schritt. Im Gericht Kitzbühel ist uns die älteste Feuerordnung aus dem Jahre 1610 bekannt, die unter Bürgermeister Georg Maier geschaffen wurde und in ihrem wesentlichen Bestand bis zur Gründung der Kitzbüheler Feuerwehr im Jahre 1872 in Kraft war. Schon hundert Jahre nach der Erstellung der ersten Feuerordnung wurde von Anton Benedikt Ernst, Glockengießer in München, von der Stadt Kitzbühel eine Feuerspritze gekauft. Eine weitere Spritze wurde 1812 vom Spritzenbauer Gugg in Salzburg angefertigt. Ein Sohn der Stadt Kitzbühel, Johann Pirchl, baute im Jahre 1823 für Kitzbühel und im Jahre 1836 für die Gemeinde Kirchdorf je eine Feuerspritze, deren Leistung im ganzen Land Tirol berühmt war. Schwere Zeiten gab es 1929 für die Wehrmänner des Marktes Hopfgarten und Umgebung, als 3 Männer vier Jahre lang die Bevölkerung durch mehr als 40 Brandstiftungen und 3 Morde in Angst und Schrecken versetzen. Sogar die doppeltürmige Pfarrkirche wurde durch Brandstiftung der Unholde eingeäschert. Der Tiroler Schriftsteller Felix Mitterer hat darüber ein Bühnenstück geschrieben, welches die Heimatbühne Hopfgarten unter reger Anteilnahme der Bevölkerung seit 2 Jahren bei ausverkaufter Freiluftveranstaltung aufführt. Während des 2. Weltkrieges wurde die „Feuerwehr-Bereitschaft Kitzbühel“, welche aus Gruppen der verschiedensten Feuerwehren des Bezirkes zusammengestellt war, in München, Innsbruck und Kufstein eingesetzt. In Dieser Zeit haben die Wehren von Kitzbühel und Aurach bei Kitzbühel je eine Gruppe Frauen und Mädchen zur Brandbekämpfung aufgestellt. Der Bezirks-Feuerwehrverband Die Gründung des Bezirks-Feuerwehrverbandes erfolgte am 23. Jänner 1887. Es war dies der 2. Bezirks-Feuerwehrverband im Lande Tirol. Deshalb führte er die Bezeichnung „Feuerwehr-Bezirksverband Kitzbühel-Hopfgarten Nr.2“. Dem Verband gehörten die damals bestehenden Feuerwehren Hopfgarten, Kitzbühel, St.Johann in Tirol, Fieberbrunn und Kirchberg an. Bis zur Jahrhundertwende waren es bereits 13 Feuerwehren , die weiteren wurden zwischen 1904 und 1931 gegründet. Heute gehören 25 Freiwillige Feuerwehren und 2 selbständige Löschgruppen in den 20 Gemeinden an. In diesen Verband sind alle Feuerwehren des politischen Bezirkes Kitzbühel zur Vertretung ihrer gemeinsamen fachlichen und personellen Interessen zusammengefaßt. Die Leitung des Feuerwehrverbandes obliegt dem Bezirks-Feuerwehrkommandanten OBR Johann Papp aus Aschau. Dem Kommando gehören noch als Bezirks-Kommandantstellvertreter BR Winfried Perger aus Kitzbühel, als Kassier BV Michael Manzl aus Hopfgarten im Brixental und als Schriftführer BV Anton Moßhammer aus Fieberbrunn an. Der Bezirk ist in 4 Abschnitte aufgeteilt. Als Mitglieder des Bezirks-Feuerwehrausschusses gehören noch für den Abschnitt „Brixental“ ABI Johann Beihammer aus Brixen im Thale (zuständig für die Feuerwehren Itter, Hopfgarten im Brixental, Kelchsau, Westendorf und Brixen im Thale), für den Abschnitt „Kitzbühel“ ABI Wolfgang Hechenberger aus Kirchberg in Tirol (zuständig für Kitzbühel, Jochberg, Aurach bei Kitzbühel, Oberndorf in Tirol, Reith bei Kitzbühel, Aschau und Kirchberg in Tirol), für den Abschnitt „Untere Schranne“ ABI Ernst Stöckl aus St.Johann in Tirol (zuständig für Kössen, Bichlach, Schwendt, Erpfendorf, Kirchdorf in Tirol, St.Johann in Tirol und Going am Wilden Kaiser) und für den Abschnitt „Pillersee“ ABI Otto Rettenwander aus Fieberbrunn (zuständig für Hochfilzen, Fieberbrunn, St.Ulrich am Pillersee, St.Jakob in Haus und Waidring)an. Der Bezirks-Feuerwehrinspektor ist OBR Basilius Oberhauser aus Hopfgarten im Brixental. Der Mitgliederstand betrug mit 31.12.2000 1.501 aktive Mitglieder, 455 Mitglieder der Reserve, 149 Feuerwehrjugendmitglieder männlich und 16 Feuerwehrjugendmitglieder weiblich. Die Feuerwehren in Gründungsfolge 1870 Hopfgarten im Brixental 1872 Kitzbühel 1876 St.Johann in Tirol 1879 Fieberbrunn 1886 Kirchberg in Tirol 1887 Kössen 1892 Waidring 1894 Going am Wilden Kaiser 1895 St.Ulrich am Pillersee 1896 Westendorf 1896 Aurach bei Kitzbühel 1897 Erpfendorf 1897 Kirchdorf in Tirol 1898 Brixen im Thale 1898 Kelchsau 1904 Hochfilzen 1906 Reith bei Kitzbühel 1908 Jochberg 1909 Oberndorf in Tirol 1909 Flecken 1912 St.Jakob in Haus 1912 Bichlach 1913 Aschau 1921 Itter 1931 Schwendt Der Fahrzeugpark der Feuerwehren 29 Kleinlöschfahrzeuge 2 Rüst-Löschfahrzeuge 6 Kleinrüstlöschfahrzeuge 6 Löschfahrzeuge 11 Schlauchfahrzeuge 3 Rüstfahrzeuge 8 Kommandofahrzeuge 1 schweres Rüstfahrzeug 4 Drehleitern 5 sonstige Einsatzfahrzeuge 25 Tanklöschfahrzeuge 1 Gefahrstoff-Fahrzeug 11 Löschfahrzeuge mit Bergeausrüstung 23 Anhänger 1 Lastfahrzeug 1 Verpflegsanhänger 183 Atemschutzgeräte und 15 Körperschutzanzüge stehen für den Einsatz jederzeit bereit. 63 Stromaggregate, 64 Tragkraftspritzen, 76 Schmutzwasserpumpen, 6 Heuwehrgeräte, 9 hydraulische Rettungssätze, 13 Druckbelüftungsgeräte und 3 Strahlenschutzmeßgeräte stehen den Feuerwehren zur Verfügung, ebenso 189 Atemschutzgeräte und 15 Körperschutzanzüge. Mit 65 Alarmsirenen und 346 Rufempfängern (stille Alarmierung) werden die Feuerwehrmänner zu ihren Einsätzen zu jeder Tages- und Nachtzeit, egal ob Sonn- oder Feiertag, gerufen. Im Jahre 2000 hatten die Feuerwehren des Bezirkes Kitzbühel 437 Einsätze. Es waren 162 Brandeinsätze, 255 technische Einsätze, 19 Brandsicherheitswachen und 1 Heuwehreinsätze. Es waren 5.500 Mann mit insgesamt 12.349 Stunden im Einsatz. In diesen Einsatzstunden sind die Aufräumarbeiten im Gerätehaus (waschen der Schläuche und Einsatzfahrzeuge, ergänzen der Ausrüstungsgegenstände, reinigen der Einsatzkleidung und Schuhe, usw.) nicht enthalten, ebenso die unzähligen Übungsstunden und Kurse an der Landes-Feuerwehrschule in Innsbruck, die jeder Feuerwehrmann und -frau zu absolvieren hat. Ein wichtiges Anliegen für den Bezirks-Feuerwehrverband ist die Feuerwehrjugend. Derzeit haben 18 Feuerwehren bereits Jugendgruppen mit einem Mitgliederstand von 133 Burschen und 16 Mädchen. Beim Landes-Jugendbewerb in Ehenbichl konnte die Feuerwehr Hopfgarten im Brixental den Landessieger in Bronze stellen. Es traten 15 Gruppen in Bronze und 2 Gruppen in Silber an. An Übungen wurden 2000 im Bezirk Kitzbühel 376 Gruppenübungen, 74 Gemeinschaftsübungen, 80 Atemschutzübungen, 91 technische Übungen und 28 Funkübungen durchgeführt.

Vorstand

  • Bezirks-Feuerwehrkommando Kitzbühel

Ansprechperson 1

NameBezirks-Feuerwehrkommandant Johann Papp
Telefon+43(0)676 - 410 7787
E-Mailjohann.papp@tirol.com

Ansprechperson 2

NameBezirks-Feuerwehrkommandant-Stv. Winfried Perger
Telefon+43(0)676 - 83621214
E-Mailw.perger@kitzbuehel.at

Kontakt

AdresseGründau 8
6365 Kirchberg in Tirol
Telefon 1+43(0)676
Telefon 24107787
Fax+43(0)5357 / 8235 - 4