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kurz und bündig

Zahlen und Fakten zur Stadt

Stadt Kitzbühel

Stadtwappen





 Einwohner: 8.257
Fläche in km²: 58,01
Seehöhe in m: 761



Stadtamt:
A-6370 Kitzbühel
Hinterstadt 20
Tel.Nr.: +43(0)5356/62161-0
Fax.Nr.:+43(0)5356/62162-25
E-Mail: stadtamt@kitzbuehel.at
URL: http://www.kitzbuehel.at/ od. http://www.kitzbuehel.eu/

Bürgermeister: Dr. Klaus Winkler (ÖVP)
1. Bürgermeister-Stv.: Ing. Gerhard Eilenberger (ÖVP) 
2. Bürgermeister-Stv.: Siegfried Luxner (SPÖ)

Stadtamtsdirektor: Mag. Michael Widmoser 

Gerichtsbezirk: Bezirksgericht A-6370 Kitzbühel,
Wagnerstrasse Tel.Nr.: +43(0)5356/640880 Fax.Nr.:+43(0)5356/6408815 

Polizeiinspektion Kitzbühel Tel.Nr.: +43(0)59133/7200
Fax.Nr.:+43(0)59133/7200-109

Kitzbühel Tourismus: A-6370 Kitzbühel, Hinterstadt 18,                                                     
Tel.Nr.: +43(0)5356 66660-0, Fax.Nr.:+43(0)5356/66660-77

 

Kitzbühel - Geschichte und Kultur einer 700jährigen Stadt

Kitzbühel ist eine über 700jährige Stadt inmitten der nach ihr benannten Kitzbüheler Alpen im Nordosten Tirols. Die Lage der Stadt am Fuße des Hahnenkamms, Stätte der alljährlich ausgetragenen weltberühmten Skiweltcuprennen, lässt den Blick auf eine einmalig schöne Bergwelt zu. Im Sommer idealer Ausgangspunkt  für Spaziergänge, Wanderungen und Bergtouren liegt die Stadt im Winter inmitten eines riesigen Skigebietes, das mit zahlreichen komfortablen Aufstiegshilfen erschlossen ist.  Mit annähernd 800.000 Nächtigungen im Jahr ist Kitzbühel heute eine Tourismusmetropole ersten Ranges, die ihre Gäste mit vielen größeren und kleineren Events und entsprechender Infrastruktur - Hotels, Restaurants, Bars, Diskotheken, Boutiquen ... - zu verwöhnen versteht.


Eine alte bayerische Grenzstadt

Kitzbühel ist darüber hinaus eine alte Stadt, die ihre Attraktivität nicht zuletzt auch ihrem historischen Stadtkern verdankt. Seine Lage an einem Hügel oberhalb des von Süd nach Nord verlaufenden Kitzbüheler Achentals lässt an längst vergangene Zeiten denken. Zeiten, in denen das flachere Umland unbewohnbares Überschwemmungsgebiet und Wehrhaftigkeit wichtigstes Anforderungsprofil war. Im Mittelalter bildete Kitzbühel mit seinem Umland den südöstlichsten Teil des Herzogtums Bayern, der im Osten, Süden und Westen von fremden Territorien umgeben war. Diese aus bayerischer Sicht sehr exponierte Lage dürfte auch der Grund für die Stadterhebung Kitzbühels durch Herzog Ludwig II. im Jahr 1271 sein. Kitzbühel wurde mit einer Stadtmauer versehen und zum festen Stützpunkt bayerischer Interessen. Die Politik der Bayernherzöge zeitigte einigen Erfolg. Kitzbühel wurde  erst 1506 Teil von Tirol und Österreich, als der Habsburger Kaiser Maximilian bayerische Erbstreitigkeiten zu seinen Gunsten ausnutzen konnte.

Bergbauzentrum und kulturelle Blüte in Neuzeit und Barock

Noch zur Zeit der bayerischen Herrschaft wurde Kitzbühel mit dem Bergbau jener Erwerbszweig erschlossen, dem die Stadt seine erste große Blüte verdanken sollte. Soweit  heute bekannt, wurde seit dem frühen 15. Jahrhundert nach Silber und Kupfer gegraben. Am Ende desselben Jahrhunderts sind Schmelzhütten bezeugt, in denen die Erze weiterverarbeitet werden konnten.


Der wirklich große Boom setzt aber um das Jahr 1540 ein, als die Erzvorkommen des wenige Kilometer nördlich der Stadt gelegenen „Rerobichl“ entdeckt werden. In kürzester Zeit und teilweise ohne Genehmigung wurde eine Vielzahl von Schächten in den Boden getrieben, die Tiefen von bis zu 900 Metern erreichten und lange Zeit als die tiefsten der Welt galten. Der  damit verbundene enorme finanzielle Aufwand ließ die Erträge freilich rasch abnehmen. Der Höhepunkt der Bergbautätigkeit war bereits vor 1600 überschritten. Für die folgende Zeit blieb der  Bergbau trotzdem Garant für das wirtschaftliche Wohlergehen der Stadt, dem etwas zeitversetzt eine geistig-kulturelle Blüte folgen sollte. Im Barock wurde Kitzbühel zum Kunstzentrum, das bis ins Salzburgische Pinzgau und Tiroler Inntal ausstrahlte.

Niedergang und erster Neubeginn im 19. Jahrhundert

Mit dem Niedergang des Bergbaus seit der zweiten Hälfte des 17. Jh. beginnt die Epoche der wirtschaftlicher Stagnation bzw. Verfalls. Nach der Schließung des „Rerobichl“ im Jahre 1772 bleiben zwar die Bergbaue am Schattberg und Sinwell in unmittelbarer Nähe der Stadt bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts bestehen. Ihre vergleichsweise bescheidenen Dimensionen und ihre zunehmende Unrentabilität können den wirtschaftlichen Verfall im 18. und 19. Jahrhundert aber nicht aufhalten. Kitzbühel wurde eine bescheidene Landgemeinde, in der nach Berichten von Zeitgenossen Armut keine Ausnahmeerscheinung darstellte.

 

Ein gewisser Aufschwung setzte erst ab der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts ein, als Reisende die Schönheit der Landschaft um Kitzbühel entdeckten. Mit dem 1875 durch den Einsatz des Kitzbühelers Josef Pirchl erreichten Anschluss an das österreichische Eisenbahnnetz wurde der Grundstein für die touristische Erschließung der Stadt gelegt. Zwei Jahre später erfolgte die Gründung der örtlichen Alpenvereins-Sektion, mit der die Kitzbüheler Bergwelt einem größeren Publikum zugänglich gemacht wurde.


Zweite große Blüte durch den Fremdenverkehr

Von größter Bedeutung für den Tourismus und damit den wirtschaftlichen (Wieder-)Aufstieg der Stadt sollte sich die Pionierarbeit von Franz Reisch erweisen, der als Begründer des Skisports in Kitzbühel gelten darf. Auf seine Initiative gehen die ersten Wintersportaktivitäten in den 90er Jahren des vorvergangenen Jahrhunderts zurück, die sehr bald Gäste aus dem In- und Ausland anlockten. Zur Sommerfrische gesellte sich der Wintersport: Das 1902-1903 erbaute Grandhotel, für lange Zeit erste Adresse der Stadt, öffnete wenige Jahre später auch winters seine Pforten.

 

In den 1920ern und 1930ern beherbergt Kitzbühel ein internationales, insbesonders englisches Publikum, dessen berühmtester Vertreter der englische Thronfolger (Prince of Wales) ist. Diese erste Glanzzeit des Tourismus findet mit dem Anschluss an das Großdeutsche Reich und dem 2. Weltkrieg ein jähes Ende. Die Nachkriegsjahre stellen in fast jeder Hinsicht einen Neuanfang dar, der aber bald zu einer stetigen Aufwärtsentwicklung führt. Es mag nicht zuletzt am Kitzbüheler „Skiwunderteam“ um den dreifachen Olympiasieger Toni Sailer liegen, das in den späten 50ern die allermeisten alpinen Skiwettkämpfe dominierte: Kitzbühel wird zur weltbekannten Tourismusmetropole, als die sie bis heute bekannt ist.